Traditionelle Chinesische Medizin
Die Traditionelle Chinesische Medizin - TCM ist eine fernöstliche Heiltechnik. Unter dem Begriff asiatische Medizin oder fernöstliche Heilkunst werden verschiedenste z.T. jahrtausendalte Techniken verstanden. Ihr Ursprung liegt in China, Japan, Tibet und Indien.
Weitere asiatische Therapieformen sind:
- Yoga, eine ''Gymnastik'' die aus Indien stammt
- Tuina, eine altchinesische manuelle Therapie
Im Unterschied zur relativ jungen westlichen Medizin, die naturwissenschaftlich orientiert ist, basiert die asiatische Heilkunst auf einem Menschen- und Weltbild, welches nicht an Krankheitsbildern, sondern an Bewahren von Gesundheit orientiert ist. Hauptursache für eine Krankheit ist eine Disharmonie auf energetischer Ebene. Die Lebensenergie, die in jedem Menschen fliesst, wird bei den Chinesen CHI, bei den Japanern Ki und in der traditionellen indischen Heilkunst Prana genannt.
Ziel jeder medizinischen Technik ist es, diese Energie wieder frei fliessen zu lassen. Die östliche Medizin setzt daher eher an dem Erhalten von Gesundheit, denn an der Heilung vorhandener Krankheiten an.
Die chinesische Medizin kennt die Lebensenergie Chi, die sich in zwei Kräfte, Ying und Yang polarisiert. Die Energieleitbahnen, die sich auf dem gesamten Körper befinden, heissen Meridiane mit ihren verschiedenen Punkten.
Ein weiterer Aspekt ist die Lehre von den fünf Wandlungsphasen. Gemeint sind damit die fünf ''Elemente Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser'', die jedes spezifische Phasenqualitäten und eigene Zuordnungen bezüglich Tageszeit, Jahreszeit, Geruch, Farbe, Gemütslage u.v.m. haben. Die in der chinesischen Medizin gebräuchlichen Techniken sind u.a.: Akupunktur,Akupressur,Tài Chì, Moxibustion...
In Japan wurde die chinesische Medizin aufgenommen und auf ihrer Grundlage neue Techniken wie z.B. das Shiatsu entwickelt. Do-in (Heilgymnastik) und Amma (Heilmassage) sind weitere japanische Methoden. Das Hara oder Tanden (Energiesammelpunkt unterhalb des Bauchnabels) ist in der japanischen Kultur und Medizin ein Urquell der Kraft und Zentrum des Menschen.
Die indische Medizin hat als Grundlage den Ayurveda, das ''Wissen vom Leben''. Hier wird die Lebensenergie Prana genannt. Es gibt hier drei grundsätzliche Qualitäten, die Tridosa: Vata, Pitta und Kapha. Der indische Arzt bestimmt die Anteile der Tridosa im Menschen und wählt dementsprechend Medizin, Heilübungen, Ernährung und Lebensweise aus.



