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Osteopathie

 

Die Osteopathie wurde vor ca. 130 Jahren von A.T. Still in den USA entwickelt.

Seine Grundsätze bilden auch heute noch die Basis der Osteopathie.

Beschäftigte sich Still also vor allem Anfangs mehr mit dem Muskel-Skelettsystem, dem parietalen Teil der Osteopathie, wurde sein Konzept von seinen Nachfolgern erweitert. Einer der Schüler Stills, W.G. Sutherland beobachtete am Schädel und an den Strukturen, welche Gehirn und das Nervensystem umgeben gewisse rhythmische Bewegungen und entwickelte das Cranio-Sakrale Konzept der Osteopathie. Das zentrale Nervensystem wird vom Schädel, der Wirbelsäule und Kreuz-/Steißbein und den membranösen Häuten umgeben. Auch alle anderen Teile des Körpers sind über Nerven und Faszien mit diesem System verbunden und werden beeinflusst. Diesem System liegt eine Dynamik und Bewegung zugrunde, die der Osteopath zur Untersuchung und Behandlung mit einbezieht.

In den 1980er Jahren wurde dann in Frankreich vor allem von J.P.Barral die viscerale Osteopathie entwickelt; er beschäftigte sich mit den Organen, ihrer Aufhängung, Beweglichkeit und den Wechselwirkungen dieser im Körper. Direkt verbunden sind die Blutgefäße, Lymphbahnen und Faszien. Funktionsstörungen entstehen hier oft durch ‚gestresste Organe', Organsenkungen, Entzündungen, Operationsnarben, schlechte Ernährung. Dies schränkt oft die Beweglichkeit und die Vitalität der Organe ein.

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Heute bilden das Parietale, das Cranio-Sakrale und das Viscerale Konzept die drei Säulen der Osteopathie. Der Osteopath verfügt also zum einen über fundierte Kenntnisse der Anatomie des menschlichen Körpers, zum anderen muss er die Fähigkeit haben, feinste Veränderungen und Bewegungen im Körper zu spüren und manuell zu behandeln. Einer der Grundsätze der Osteopathie lautet: Leben ist Bewegung; eine Störung beginnt mit einer Einschränkung der Beweglichkeit, kann der Körper diese nicht mehr kompensieren, erscheinen Symptome. Das Ziel ist es, die ursächliche Störung zu behandeln, die ursprüngliche Beweglichkeit wieder herzustellen, um so dem Körper zu ermöglichen, sein Gleichgewicht wieder zu erlangen. Diese Ursache muss nicht immer dort sein, wo die Symptome und Schmerzen auftreten; diese sind oft nur Kompensationen für stumme Bereiche, die vordergründig nicht auffällig sind.

So liegen die zum Beispiel die Ursachen vieler Wirbelsäulenprobleme in Dysfunktionen der Organe im Bauch- und Thoraxbereich begründet. Die Zusammenhänge sind oft komplex, deswegen ist eine umfangreiche Anamnese und Untersuchung erforderlich.

Was kann man mit Osteopathie behandeln?


Die Osteopathie kann bei einer Vielzahl von Erkrankungen und Beschwerden helfen;

  • Probleme und Schmerzen im Bewegungssystem wie Rückenschmerzen, Gelenkprobleme, Kopfschmerzen,

  • organische Probleme wie Magen-Darmbeschwerden, Organsenkungen,

  • Beschwerden nach Operationen, Narbenbildung.
    Vor allem die craniale Osteopathie kann

  • vegetative Dysfunktionen und psychosomatische Leiden gut behandeln.

  • Auch bei Migräne, Tinnitus gibt es oft gute Erfolge.

  • Generell kann man sagen, das vor allem funktionelle Beschwerden sehr gut behandelbar sind

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Wo liegen die Grenzen der Osteopathie?

Daraus ergibt sich auch, dass die Osteopathie kein Allheilmittel ist und sein kann; ist zum Beispiel eine Struktur irreversibel zerstört, wie zum Beispiel bei einer sehr fortgeschrittenen, alten Arthrose, kann der Osteopath dies nicht ändern. Wobei sich die Beschwerden oft durch Behandlung lindern lassen, indem man den Körper hilft, wieder besser kompensieren zu können. Ist man sich unsicher, sollte man in einem persönlichen Gespräch klären, in wieweit eine osteopathische Behandlung für einen persönlich sinnvoll ist.

Behandlung von Babys und Kindern:


Die Behandlung von Säuglingen und Kindern ist ein Gebiet, auf dem die Osteopathie eine wichtige Rolle spielen kann. Gerade während der Geburt kommt es oft zu Traumen beim Säugling, der ja noch sehr wenige Schutzmechanismen zur Verfügung hat. Ein häufiges Beispiel ist das KISS Syndrom bzw. eine Asymmetrie des Schädels. Auch bei Verdauungsbeschwerden, Schreikindern gibt es oft gute Erfolge. Es ist sinnvoll, früh mit einer Behandlung zu beginnen, oft sind eine wenige Behandlungen ausreichend, um etwaige Einschränkungen aufzulösen. Bleiben diese unbehandelt, arrangiert sich der Körper um diese Verspannungen, und es wird später viel schwieriger, diese zu lösen.
Im Physioteam arbeiten Osteopathen und speziell ausgebildete Physiotherapeuten eng zusammen, um eine optimale Behandlung der Babys und Kinder zu erreichen.

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